Manfred Keller

Ehre wem Ehre gebührt

Zwei Konzerte zum Gedenken an Manfred Keller. Ein Programm, das die Intention des Dirigenten und Orchestergründers musikalisch auf den Punkt bringt. Und über 70 junge Musiker, die mit Begeisterung musizieren. Die Stimmung der beiden Benefizkonzerte am 17. und 18. Oktober in der Brettener Stiftskirche und der Kirche St. Jodokus in Wiesental wurde getragen von Dankbarkeit. Mit „Viva Musica!“, einer Komposition von Alfred Reed, erinnerte das SJBO unter der Leitung von Stefan Kollmann an Kellers Engagement in der musikalischen Ausbildung junger Menschen.

Sabine Knebel zeichnete ein Bild ihres Vaters, das einmal verdeutlichte, wie viel Herzblut und Zielstrebigkeit in der Arbeit Manfred Kellers steckten. Musik sei für ihn das höchste Gut gewesen, sagte Sabine Knebel in ihrer Laudatio. Daraufhin verdeutlichte das Orchester mit Alfred Reeds Konzert-Ouvertüre „The Music Makers“, wie Kellers Leidenschaft beflügelt.

Für einen überraschend atmosphärischen Klang sorgten die Blechbläser mit einem fein gezeichneten Dialog zwischen Horn und Posaune im dritten Satz aus Philip Sparkes „Dance Movements“. Das gesamte Werk wird bei den 40. Dreikönigskonzerten im Januar zu hören sein. Mit dem Satz „Lento“ als Vorgeschmack vermochte das Auswahlorchester einen weiteren Aspekt Kellers Intention bei der Gründung des SJBO auszudrücken: Sinfonische Blasmusik in ihrer Vielfalt auf höchstem Niveau zu präsentieren.

Abgerundet wurde das Konzert von Pachelbels bekanntem Kanon, dem „Canterbury Choral“ von Jan van der Roost und der Filmmusik zu „Henry V.“ von Patrick Doyle. Zum Abschluss wurde das Orchester zu einem „Lobe den Herrn“ vom Gesang des Publikums begleitet.

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